9. August 2020

Zoo und Klimahaus Bremerhaven

Blick von der Aussichtsplattform des Zoos am Meer

Am zweiten Tag in Bremerhaven geht es morgens in den Zoo am Meer. Dort schauen wir uns u.a. die Eisb├Ąrenbabys an. Danach geht es zu Fu├č ins Klimahaus 8 Grad Ost. Dort erfahren wir die unterschiedlichen Klimazonen am 8 L├Ąngengrad.

Transkription

00:00:01 Juna

OK, dann fange ich schon mal an. Und diesmal bitte nicht st├Âren. Herzlich willkommen zur Fortsetzung, also zum zweiten Teil, meines Podcasts. Heute gehen wir in den Zoo Bremerhaven und dort haben die auch eine Eisb├Ąraufzuchtstation, wo gerade zwei Eisb├Ąrbabys sind.

00:00:26 Stefan-Off

Diese Eisb├Ąrenbabys hei├čen Anna und Elsa. Wo wir gerade bei dem Namen sind: Mein Name ist Stefan Wintermeyer, das war eben meine Tochter Juna, mein Sohn Aurelius macht auch mit und das ist der Podcast Reisepassnummer. Heute geht es nach Bremerhaven. Als erstes gehen wir zum Zoo am Meer Bremerhaven und danach ins Klimahaus. Und auf dem Weg vom Hotel zum Zoo kommen wir an einem gro├čen Segelschiff mit gr├╝nen Segeln vorbei.

00:00:53 Juna

Und jetzt gerade gehen wir an der Alexander von Humbold II entlang. Das ist ein ganz ber├╝hmtes Schiff. Darauf wurde mal eine Werbung sogar gedreht.

00:01:10 Stefan-Off

Genau genommen wurde die BeckÔÇÖs Werbung auf dem Vorg├Ąngerschiff der Alexander von Humboldt gedreht. Die beiden Schiffe sehen aber identisch aus.

00:01:18 Juna

Und die klettern gerade die riesigen Masten hoch, um das Segel aufzuh├Ąngen an der Alex. Wie hoch sind die Masten ungef├Ąhr, Papa?

00:01:31 Stefan

Keine Ahnung. Ich frage sie mal. Wie hoch sind die Masten?

00:01:36 Kadett

Ungef├Ąhr 30m.

00:01:39 Stefan

Wow. Danke.

00:01:43 Juna

Ungef├Ąhr 30m sind die hoch. Weil da klettern die jetzt mit dem Segel hoch und befestigen das da oben.

00:01:52 Stefan-Off

Die Alex II wird dieses Jahr von der deutschen Marine als Segelschulschiff verwendet - als Ersatz f├╝r die Gorch Fock. Deswegen sehen wir heute bei diesem wundersch├Ânen Wetter die Kadetten in der Takelage. Das sieht ziemlich anstrengend und nicht ganz ungef├Ąhrlich aus. Da haben wir es wesentlich besser. Wir m├╝ssen jetzt einfach nur 5m weitergehen. Der Zoo ist n├Ąmlich direkt daneben.

00:02:13 Stefan

Moin. Brauchen Sie eine Buchungsnummer?

00:02:15 Kassiererin

Nein, ich brauche einmal das, was Sie gebucht haben, dass ich das sehen kann.

00:02:19 Stefan

9.45 Uhr.

00:02:19 Kassiererin

Ja, zeigen Sie es mir einmal. Zwei Kinder, ein Erwachsener. Ja, Dankesch├Ân.

00:02:25 Stefan

Wir k├Ânnen jetzt eine Stunde hier drinnen bleiben oder wie funktioniert das?

00:02:28 Kassiererin

Lassen Sie sich Zeit. Wenn Sie fertig sind, sind Sie fertig. Sie m├╝ssen sich nicht an die Stunde halten.

00:02:31 Stefan

Ah, super. Gut, danke.

00:02:33 Kassiererin

Viel Spa├č.

00:02:34 Stefan

Tsch├╝├č.

00:02:34 Juna

Tsch├╝├č.

00:02:35 Stefan-Off

W├Ąhrend der Corona-Zeit kann man die Eintrittskarten f├╝r den Zoo nur online auf der Webseite bestellen. Ich hatte das einen Tag vorher gemacht. Die kleine Familienkarte kostet 15ÔéČ.

00:02:44 Juna

Hier sind Seehunde. Papa, hier sind V├Âgel - Kea. Dampfschiffenten. Schneehasen. Kaiserschnurrbarttamarin. Das sind Otter, oder? Hier ist ein Polarfuchs. Der sieht ja sch├Ân aus.

00:03:07 Aurelius.

Und hier sind F├╝chse.

00:03:08 Juna

Ich habe noch nie einen Polarfuchs gesehen. Der sieht ja megasch├Ân aus. So grau-wei├č.

00:03:15 Stefan

Juna, komm mal schnell.

00:03:16 Juna

OK, warte. So, schauen.

00:03:24 Stefan

Hier unten ist das andere. Im Wasser ist ein anderer.

00:03:26 Juna

Oh, da sind die. Da kommt die Mutter. Oh, ist das s├╝├č.

00:03:38 Stefan

Kuck mal, da kommt jetzt oben das andere.

00:03:39 Juna

Ja, die Eisb├Ąrbabys kommen gerade. [Wasserplatschen]┬áSind die putzig.

00:03:47 Stefan-Off

Diese beiden putzigen Eisb├Ąrbabys sind nat├╝rlich voll die Publikumsmagnete. Und die sind auch wirklich sehr, sehr s├╝├č anzuschauen. Die spielen da rum, die tollen da rum, die haben B├Ąlle und sonstiges Spielzeug im Wasser, springen dann da rein und plantschen da. Das ist ganz, ganz knuffig. Interessant ist, dass der Zoo sich spezialisiert hat auf Wassertiere, beziehungsweise Tiere aus der Nordsee. Es gibt noch andere Tiere. Es gibt auch Pumas, die nichts mit dem Wasser zu tun haben, aber die meisten Tiere haben irgendwas mit Wasser zu tun. Und in diesem Becken gibt es dann meistens auch ganz dicke Glasscheiben, dass man von au├čen in das Becken reinkucken kann.

00:04:23 Juna

Papa, hier kann man noch n├Ąher zu den Seel├Âwen. Hier kann man direkt ans Wasser. Da trennt einen nur noch eine Scheibe. Da. Papa, UNV. Da kommt jetzt einer. Da kommt wieder einer.

00:04:44 Stefan-Off

Der Architekt des Zoos hat das Platzproblem clever gel├Âst. Der hat in mehreren Ebenen gearbeitet. Ganz oben gibt es eine Ebene, das ist eine Aussichtsplattform, da kann man den ganzen Zoo ├╝berschauen. Dann gibt es dadrunter Ebenen, wo die gr├Â├čeren Tiere sind - meistens in so einer Art Grotte - und ganz unten gibt es eine Kellerebene und da sind Aquarien und Ausstellungsfl├Ąchen f├╝r Nordseetiere und -pflanzen.

00:05:10 Juna

Lebendiges Watt. Da sind sogar Wattw├╝rmer drinnen hier. Und da - die ist ja witzig. Hier ist so eine Schnecke.

00:05:23 Stefan

Kuck, bei dem einen Aquarium sind Schollen.

00:05:25 Juna

Papa, komm mal kurz. Hier ist eine Unterwasserschnecke. Da. Siehst du die?

00:05:29 Stefan

Tats├Ąchlich.

00:05:30 Juna

Die ist ganz am Rand.

00:05:31 Stefan

Nein, das sind aber keine Schnecken. Das ist ein Krebs.

00:05:33 Juna

Ja, meine ich doch.

00:05:33 Stefan

Du hast eben Schnecken gesagt.

00:05:34 Juna

Und hier sind Wattw├╝rmer drinnen.

00:05:37 Stefan-Off

Laut Wikipedia ist der Zoo 11.800m┬▓ gro├č und damit der kleinste wissenschaftlich gef├╝hrte Zoo Europas. Das sind nicht mal zwei normalgro├če Fu├čballfelder.

00:05:48 Stefan

Juna?

00:05:50 Juna

Ja?

00:05:50 Stefan

Ah, gut. Ich glaube, zwei Stunden ist ideal oder eineinhalb.

00:05:55 Juna

Was?

00:05:56 Stefan

Aber jetzt den ganzen Tag w├╝sste ich auch nicht, was ich hier machen sollte.

00:05:59 Juna

Ja, ich schon.

00:06:00 Aurelius

UNV

00:06:02 Juna

Ja.

00:06:02 Stefan

So, raus mit euch.

00:06:03 Juna

Ausgang - schade. Schade, dass es schon vorbei ist. Das hat echt Spa├č gemacht.

00:06:11 Stefan-Off

Der Zoo ist auf jeden Fall einen Besuch wert. Ich kann ihn nur empfehlen. Wir m├╝ssen aber jetzt weiter, wir wollen n├Ąmlich noch ins Klimahaus Bremerhaven 8┬░ Ost. Das sind vom Zoo zu Fu├č - ich habe es gerade auf Google Maps noch mal nachgeschaut - genau 300m.

00:06:28 Stefan

Hallo, mein Name ist Wintermeyer. Hier m├╝ssten Karten f├╝r mich liegen. Wintermeyer - ein Erwachsener, zwei Kinder. Winter wie Sommer.

00:06:35 Kassierer

Wintermeyer?

00:06:36 Stefan

Ja.

00:06:37 Stefan-Off

Das Klimahaus hat uns freundlicherweise eingeladen und wir sind jetzt hier in diesem futuristischen Geb├Ąude und ich muss das irgendwie beschreiben. Oben ist ganz viel Glas. Von au├čen soll es laut Wikipedia einem Boot ├Ąhneln. Ich sehe diese ├ähnlichkeit zu einem Boot nicht. Also das sieht eher nach einem Raumschiff aus, aber ich sehe da kein Boot. Es ist aber absolut leicht zu sehen und ein fester Bestandteil der Bremerhaven Hafenwelt. Wir sind jetzt durch die Eingangskontrolle gegangen, sind die Rolltreppe hoch und sind in dem Eingangsbereich der Ausstellung, wissen aber nicht genau, wo wir hin m├╝ssen.

00:07:16 Juna

Das sind die F├╝hrungen. Papa, ich w├╝rde eher warten. Schau mal -

00:07:21 Stefan

Ich kucke mal, wie lange das dauert. UNV.

00:07:25 Juna

Da sind hier ja die ganzen Leute. Willst du da jetzt mitmachen?

00:07:32 Aurelius

Was ist das denn?

00:07:36 Juna

Da ist eine F├╝hrung, Papa.

00:07:38 Stefan

Dann komm, wir k├Ânnen doch hier den UNV.

00:07:40 Juna

Ja. Das k├Ânnen wir auch alleine machen. Au├čerdem ist da sowieso viel zu viel los.

00:07:49 Stefan-Off

Die Situation: Wir kommen in diesem Bereich an und links ist direkt eine Gruppe von Menschen, also eine Schlange. Die warten auf irgendwas. F├╝r sowas haben wir nat├╝rlich keine Zeit, deswegen gehen wir rechts die Treppe hoch - da ist keine Schlange. Intelligenter w├Ąre gewesen, mal zu fragen, warum die da stehen.

00:08:07 Juna

Wir gehen jetzt hier eine Treppe hoch.

00:08:09 Stefan-Off

Als erstes landen wir im Offshore Center. Auf der Webseite steht dazu: Entdecke das Abenteuer Offshore-Windenergie!

00:08:19 Sprecherin

S├╝den, Osten, Norden. Riesige Turbinen richten sich nach dem Wind aus.

00:08:30 Stefan-Off

Das Abenteuer Windenergie - nicht so ein gro├čes Abenteuer. Nicht richtig schlecht, aber auch nicht jetzt super toll, super interessant. Wir gehen wieder raus und gehen Richtung Sonderausstellung Nordsee/S├╝dsee.

00:08:48 Juna

Die Menschen, die wir hier vorstellen, werden ihr Zuhause verlieren. Sie haben Hoffnungen und W├╝nsche f├╝r ihre Zukunft und k├Ąmpfen daf├╝r. Stelle dir vor, dein Zuhause ist eine Insel, die unterzugehen droht. Welche W├╝nsche, Gedanken, Hoffnungen h├Ąttest du f├╝r deine Zukunft?

00:09:08 Stefan-Off

Diese W├╝nsche und Gedanken schreibt man dann auf so kleine Zettel und aus diesen Zetteln kann man dann Flugzeuge basteln oder falten. Und die schmei├čt man dann runter. Die fliegen dann durch die ganzen drei Stockwerke runter in so eine Art Boot. Also diese Flugzeuge sind nicht mein Ding. Die holen mich nicht ab, weil da habe ich mir gedacht: Wem helfen die?, aber die ganze Installation ist sehr beeindruckend, weil man dadurch noch mal vor Augen gef├╝hrt bekommt, was da gerade passiert. Da sind ganze S├╝dseenationen, die untergehen. Da verlieren die Menschen ihr Zuhause, ihr ganzes Vaterland. Das ist alles weg. Und das ist eine Dimension, die ist unvorstellbar.

00:10:00 Juna

Papa, mein Zettel ist in der unteren Etage gelandet - nicht da drinnen.

00:10:06 Museumsf├╝hrerin

Genau. Eigentlich ist es selbsterkl├Ąrend. Die Aufgaben erscheinen dann hier im Smartphone.

00:10:12 Stefan-Off

Irgendwie sind wir jetzt im World Future Lab gelandet. In der Mitte des Raums ist ein gro├čer Globus, der sich dreht - also der ist bestimmt 3m, 3,5m gro├č - und drumrum sind so Arbeitsstationen mit Touchscreens.

00:10:29 Juna

OK. An acht Spielstationen kannst du die Welt ein St├╝ck zukunftsf├Ąhiger machen.

00:10:39 Stefan-Off

Ich glaube, das World Future Lab ist eher was f├╝r Schulklassen, also Gruppen, die da mit einem Lehrer reingehen und dann auch in der Gruppe die Probleme zusammen l├Âsen. Es geht halt um Klimaprobleme, wie man die l├Âsen kann und so weiter. Und das Ganze hat uns jetzt so als Familie nicht 100% abgeholt. Also meiner Tochter hat es sehr gut gefallen. Meinem Sohn und mir - ging so. Aber die Installation ist beeindruckend, also diese Weltkugel und die ganzen Arbeitsstationen. Also das ist schon sehr multimedial und sehr, sehr beeindruckend.

00:11:21 Stefan

Nimm mal die Karte. Unten ist n├Ąmlich gar keine Schlange mehr.

00:11:24 Juna

Ja.

00:11:24 Stefan

Danke.

00:11:25 Museumsf├╝hrerin

Gerne.

00:11:26 Juna

Tsch├╝├č.

00:11:26 Stefan

Du kannst jetzt noch mal runtergehen.

00:11:28 Juna

Der Mundschutz -

00:11:34 Stefan-Off

Wir gehen jetzt die gro├če Treppe vom Anfang wieder runter. Unten ist diese Menschenschlange, die ist auch viel k├╝rzer geworden, und ich glaube, dass diese Menschenschlange der Schl├╝ssel ist, denn das Klimahaus muss noch eine Schippe drauflegen. Das war jetzt alles schon ganz sch├Ân, aber wir warten noch auf das richtig Besondere. Wir stellen uns an, gehen relativ schnell und dann kommen immer so acht bis zehn Leute auf einmal in so einen kleinen Kinovorf├╝hrraum.

00:12:07 Sprecher

Bevor die Reise beginnt: Du findest deinen Weg, indem du dem blauen Symbol folgst. Solltest du keine Treppen steigen k├Ânnen, folge bitte dem roten Symbol. Dieser Globus zu Beginn jeder Reisestation zeigt dir, wo du dich befindest und wo das Kaffee und die Toiletten sind. Durch die Filme kannst du auch die Menschen auf der Reise kennenlernen. Ein Tipp: Konzentriere dich auf wenige L├Ąnder und versuche, etwas ├╝ber die Menschen dort zu erfahren. Wenn du eine Pause ben├Âtigst, kannst du deinen Weg hinter Kamerun unterbrechen. Und schlie├člich: Bitte habe Respekt vor der Ausstellung und vor lebenden Tieren.

00:12:59 Stefan-Off

Am Ende der Ansage ├Âffnet sich eine T├╝r und wir gehen alle raus. Auf dem Boden finden wir Bahngleise. Darauf spazieren wir dann und gehen in das erste Land.

00:13:12 Juna

Sind wir jetzt schon in der [Schweiz](https://www.klimahaus-bremerhaven.de/entdecken/ausstellungen/schweiz.html? Ich gehe eh dahin. [Kuhglocke] Oh, sind die laut. [Kuhglocke]┬áH├Ą? [Kuhglocke]┬áOK. [Kuhglocke]

00:13:40 Stefan-Off

Um uns herum ist die Schweiz nachgebaut. Also mit Wiese, so ein bisschen Berge an der Wand, K├╝he - nat├╝rlich keine echten K├╝he, sondern Kunststoffk├╝he, aber echte Kuhglocken. Und relativ weit am Anfang ist so in einer Ecke ein kleiner Raum mit einer Videoinstallation.

00:14:00 Juna

Es k├Ânnte sein, dass es um Lawinen geht, weil dann k├Ânnten die Z├Ąune - OK, zehn Sekunden. Neun, acht, sieben, sechs, f├╝nf, vier, drei, zwei, eins, null.

00:14:18 Sprecher

Im gesamten Alpenraum gibt es mehr als 5.000 Gletscher. Wenn das Eis schmilzt und Wasser den Berg runterl├Ąuft, ger├Ąt es auch in Felsspalten. Durch das Schmelzen der Gletscher werden die Felsen freigelegt, haben keinen Halt mehr und so kommt es zum Steinschlag. Und das ist f├╝r manche Regionen in den Alpen - [lautes Krachen]

00:14:52 Juna

Oh Schei├če. [Lachen]

00:14:59 Videoinstallation

[Kuckucksuhr]

00:15:00 Juna

Ich habe mich erschreckt. Krass, dass einfach so Steine runterkamen.

00:15:10 Stefan-Off

Das war jetzt mal eine richtig eindrucksvolle Installation. Vor der Leinwand sind in der Decke in so einem Korb ungef├Ąhr Billardkugel-gro├če Steinkugeln. Die sieht man aber nicht. Und am Ende des Films krachen die dann auf einmal v├Âllig ├╝berraschend runter und das f├╝hlt sich dann so an wie ein echter Steinschlag.

00:15:30 Juna

Schau, und jetzt wird es k├╝hler. Wow, jetzt gehen wir in Eish├Âhlen sozusagen.

00:15:38 Stefan

Gletscher.

00:15:39 Juna

Ja, in Gletscher. OK, Ärmel runterziehen. Es ist kühler. Das kann doch kein echtes Eis hier sein.

00:15:57 Stefan

Warum denn nicht?

00:15:58 Juna

Es schmilzt.

00:16:01 Aurelius

Was ist das hier?

00:16:01 Juna

Das ist Eis. Hier an den W├Ąnden ist ├╝berall Eis.

00:16:04 Aurelius

Was ist das hier eigentlich?

00:16:05 Juna

Das soll einen Gletscher zeigen. Krass.

00:16:10 Stefan-Off

Jetzt zieht das Museum alle Register. Wir gehen durch diesen Tunnel, der einen Gletscher nachstellen soll, und der ist eisig kalt und an den Seitenw├Ąnden und oben ├╝berall richtig dickes Eis. Und dann kann man das anfassen und durch die K├Ąlte sp├╝rt man das nat├╝rlich am ganzen K├Ârper und das ist unheimlich intensiv. Danach geht es weiter - wird es ein bisschen w├Ąrmer. Wir gehen nach Italien.

00:16:36 Juna

Das ist gut gemacht, Papa. Das soll den Waldbrand darstellen. Es ist gut dargestellt, oder? Ich finde, alleine schon den Baum -

00:16:49 Stefan-Off

Das Konzept der Ausstellung sieht immer vor, die Lebensr├Ąume nachzubauen, also mit Geb├Ąuden und auch mit Fotos von Menschen und auch immer mit Interviews von Menschen, die da leben. Und zus├Ątzlich gibt es halt die Temperatur und die Luftfeuchtigkeit und das ist alles sehr, sehr intensiv. Wir gehen jetzt weiter in die Sahelzone zu den Beduinen.

00:17:11 Juna

Wo ich gerade war, muss man so kurbeln, um Wasser aus dem Brunnen zu holen. Papa, ich gehe hier kurz rein. So, ich gehe jetzt in so eine kleine Heimat von einem, der in diesem Land hier wohnt. Das ist so eine Art Zelt aus Teppichen. Und hier ist der Aufbau erkl├Ąrt. Gut, ich gehe wieder raus.

00:17:43 Stefan-Off

In der Ausstellung sind die Spr├╝nge zwischen den L├Ąndern und Klimazonen mal gr├Â├čer, mal kleiner. Unser n├Ąchster Sprung f├╝hrt uns nach Kamerun in den n├Ąchtlichen Regenwald. Vor uns ist so ein Gew├Ąsser, das ist nicht sehr tief - das sind vielleicht 10cm - mit lauter bunten tropischen Fischen und in der Mitte des Raums ist eine H├Ąngebr├╝cke.

00:18:05 Juna

Darauf habe ich mich schon die ganze Zeit gefreut, auf diese Br├╝cke. Man soll das Wasser nicht ber├╝hren. Sind da Krokodile drin? Papa, ich sehe Fische hier, aber ich sehe kein Krokodil. Und hier? Ich gehe schon mal ├╝ber die H├Ąngebr├╝cke. Warte. Die sind ja sch├Ân. Wow. Hier ist so eine Art langes Holzbrett und da ist eigentlich so ein Netz - und ich bin fertig. Der n├Ąchste kann. Wir sind sozusagen im Dschungel hier. Da ist ein Frosch, so ein kleiner. Da, ja, ganz viele, kleine Fr├Âsche. Wenn man nach denen schaut, dann sieht man sie.

00:19:05 Stefan-Off

Diese H├Ąngebr├╝cke ist nat├╝rlich ein riesen Spa├č f├╝r die Kinder. Und ich gebe es zu - f├╝r die Erwachsenen auch. Das ist ein Einbahnstra├čensystem. Man geht ├╝ber die H├Ąngebr├╝cke durch den Raum und dann auf der anderen Seite des Raums gibt es so Steine im Wasser. ├ťber die kann man r├╝berspringen, um wieder zur├╝ckzukommen.

00:19:22 Juna

H├╝pf, h├╝pf. So. Es macht Spa├č. Also das ist echt cool. Darauf habe ich mich auch schon die ganze Zeit gefreut, hier auf die H├Ąngebr├╝cke mit den Steinen hinterher, wo man drauf balancieren muss. K├Ânnen wir?

00:19:43 Stefan-Off

Klar k├Ânnen wir. Und als n├Ąchstes geht es in die Antarktis. Das ist mal ein ganz gro├čer Sprung.

00:19:52 Juna

So, ab in die Arktis zu den Eisb├Ąren. Obwohl wir heute schon Eisb├Ąren nicht in der Arktis gesehen haben. Jacke anziehen. [Lachen] Kalt.

00:20:12 Stefan

Oh, ist das kalt hier.

00:20:15 Juna

[Lachen] Das ist auch echtes Eis. [Lachen]

00:20:22 Stefan-Off

Der Antarktis-Raum ist ein riesiger Tiefk├╝hlschrank. Wir gehen ├╝ber so einen Weg, rechts und links liegt ├╝berall Schnee, an den W├Ąnden h├Ąngt ├╝berall Eis und das ganze Setup erinnert tats├Ąchlich an die Antarktis. Auf dem Schnee ist so ein Expeditionszelt. Das wird von innen beleuchtet und sieht total dramatisch aus. Und das geht durch Mark und Bein, weil es einfach so eisig kalt ist und wir vorher ja im Warmen waren, und wir sind froh, wie wir wieder raus sind. Und dann kommt direkt das n├Ąchste Extrem. Wir sind n├Ąmlich dann in so einer Art tropischem Regenwald.

00:20:58 Juna

Oh, hei├č. W├Ąre ich doch lieber in der Arktis geblieben. Da ist eine Schlange drin, Papa. Mal wieder eine. Da. Aurelius, komm mal. Gleich wirst du staunen, wenn du hier reinkommst. Siehst du hier diesen kleinen See?

00:21:33 Stefan-Off

Wir sind mittlerweile in Samoa angekommen, einem Inselstaat in Polynesien. Vor uns ist ein Nachbau der S├╝dsee.

00:21:42 Juna

Da ist sogar ein Rochen drin, Papa. Da ist sogar ein Rochen, Aurelius. Sogar mehrere. Desinfektionsmittel. Papa, desinfizieren. Dories - zehntausend Dories. Da, diese blau-gelb-schwarzen. So einen hatte Dorie im Film Findet Nemo oder Findet Dorie.

00:22:17 Stefan-Off

Nach Samoa kommt Alaska. Das ├╝berspringe ich aber hier. Und ganz am Ende kommt dann wieder Bremerhaven, dann sind wir wieder in Deutschland.

00:22:30 Juna

Wo sind wir jetzt?

00:22:33 Stefan

Wieder in Bremerhaven.

00:22:36 Juna

Echt? Schade, das ist jetzt schon vorbei. Sehr schade. Mensch.

00:22:50 Stefan-Off

Tja, irgendwann ist auch das sch├Ânste Museum zu Ende.

00:22:54 Juna

Am besten fand ich, glaube ich, die Arktis und mit der H├Ąngebr├╝cke. Und die Schweiz, wo dann pl├Âtzlich die Dinger runtergeflogen kamen.

00:23:09 Aurelius

Das fand ich.

00:23:10 Juna

Da habe ich mich sowas von erschreckt.

00:23:17 Stefan-Off

Das war es jetzt f├╝r die zweite Folge Bremerhaven. Sie k├Ânnen sich schon denken: Das Klimahaus ist einen Besuch wert. Kann ich wirklich nur empfehlen. Zum Schluss m├Âchte ich mich noch bei folgenden Leuten bedanken: Holger Bockholt vom Klimahaus, danke f├╝r die Einladung. Tanja Albert von der Erlebnis Bremerhaven GmbH, vielen Dank f├╝r die Organisation. Thomas Reintjes - den habe ich bis jetzt noch nie erw├Ąhnt. Der mischt und schneidet den Podcast aber schon seit, ich glaube, eineinhalb Jahren, wenn nicht sogar noch l├Ąnger. Das hei├čt, wenn ich fertig bin mit meiner Arbeit, also der Podcast so grob geschnitten ist, dann nimmt der sich das noch mal alles vor, zieht das gerade, l├Âscht ganz langweilige Sachen raus, gibt mir Feedback, hin und wieder schreiben wir dann immer hin und her, dann macht er noch Musik drunter. Das hei├čt, er sorgt daf├╝r, dass der Podcast sich im Gesamten noch einfach sch├Ân anh├Ârt. Ganz zum Schluss m├Âchte ich mich dann auch noch mal bei meiner Familie bedanken. Also ganz besonders bei meinen Kindern, ohne die diese Familienfolgen ja gar nicht gehen w├╝rden und mit denen ich unheimlich gerne zusammenarbeite. Also das macht mir wahnsinnig viel Spa├č und das ist toll. Das kann ich gar nicht beschreiben. Und nat├╝rlich auch bei meiner Frau, die ganz selten auch mitmacht, aber uns nat├╝rlich oft den R├╝cken freih├Ąlt.

00:24:44 Juna

Kann ich vielleicht was aus dem Shop haben?

00:24:46 Stefan

Nein.

00:24:47 Juna

Warum nicht?

00:24:48 Stefan

Weil wir schon so viel aus dem Shop haben, aus allen Shops dieser Welt und nichts davon brauchen.

00:24:57 Juna

Ich kaufe mir immer nur n├╝tzliche Sachen, Papa!

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